Parkfriedhof, Waldfriedhof, Friedwald... „Letzte Ruhe am Fuße eines Baumes” betitelte Karen Miether ihren Bericht aus Osnabrück über die zunehmende Anzahl von Urnengräbern im Landesforst (Hamburger Abendblatt, 8./9.11.2003, S.6).
Der so genannte Friedwald zählt zu den Formen der Baumbestattung. Dabei wird die Asche in einer ökologisch abbaubaren Urne in den Wurzelbereich eines Baumes eingelassen.
Die ausgewählten nachstehenden Zitate sind Auszüge aus Tageszeitungen, die in unterschiedlicher Betrachtungsweise Neues zum Thema Friedwald oder zu den sogenannten Baumgräbern zu vermelden hatten und als Anregung für eine Diskussion dienen mögen.
Stimmungsvoll, das vom Fernsehen begleitete Meeting im Wald: Ein Streichquartett spielt Mozart, unter einem Baldachin aus weißer Kunststofffolie warten erlesene Häppchen und kühle Getränke darauf, ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Etwa 20 Personen in gehobener Garderobe lauschen den Klängen, vereinzelt sind Taschentücher in den Gesichtern zu sehen.
Vom 7. bis 9. November 2003 wurde auf einer von rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besuchten interdisziplinären Tagung im Kloster Irsee die Funktion des Friedhofs in Gesellschaft, Kultur und Religion beleuchtet sowie gegenwärtige Tendenzen der Erinnerungskultur skizziert.
Die „Christliche Begräbniskultur in nachchristlicher Zeit” war Thema eines Seminars der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen in der Domstadt am Dreiländereck.